Verantwortungslos in Zeiten von Corona

Ich kann diese medialen Lobeshymnen auf die angeblich so besonnene Regierung nicht mehr hören. Das Regierungshandeln in der Corona Krise ist nicht besonnen, besonders zu Beginn der Krise war es im wahrsten Sinne des Wortes verantwortungslos!

Fakt ist, es ist keine Auszeichnung, dass Deutschland nur langsam und Stückchenhaft das umsetzt, was Wissenschaftler ihr empfehlen und nicht mehr. Es ist eine Blamage und Zeichen von unentschuldbarer Führungsschwäche.

Zwar ist es richtig, dass Politiker sich von Experten beraten lassen sollten, aber Wissenschaftler sind nicht dazu da, Wetten auf die Zukunft zu abzuschließen.

Es ist die Aufgabe der Politiker, die Faktenlage zu nehmen und daraus zu schließen, wie es in Zukunft werden könnte. Die Handlung der Politik richtet sich danach, eben diese Zukunft besser zu machen.

Hier versagt unsere Regierung. Als wir 30 Kranke hatten, haben sie nichts gemacht, als wir 100 hatten, handelte die Regierung so, als wenn es für immer bei 100 bleiben würde.

Dabei war von Anfang an klar, dass aus 30 einmal 100 werden und aus 100 werden 1000 und so weiter.

Dieser zwangsläufige Ablauf hätte nur durch entschlossene Maßnahmen vom ersten Tag an unterbunden werden können!

Und ja, das geht! Taiwan, Japan und Singapur haben das Virus so im Keim erstickt. Sie haben vom 1. Patienten an erkannt, dass daraus viele Tausend werden könnten. Also haben diese Länder dementsprechend gehandelt. So wurde genau das verhindert, was wir in Deutschland und Europa jetzt erleben!

Darum offenbart die Regierung Merkel und die ganze Europäische Union ein Totalversagen.

Vorhandene Pläne wurden ignoriert

Besonders bitter stößt mir eine Erkenntnis aus den Anfangstagen der Pandemie auf. Die offensichtliche Ignoranz der Regierung gegenüber der Bundesdrucksache 17/12051 und den daraus resultierenden Pandemieplänen des Robert Koch Instituts. In der genannten Bundesdrucksache geht es um einen Virus Modi-SARS. Schon vor SARS-CoV-2 (Corona) galt genau die Pandemie, die wir jetzt erleben, als das wahrscheinlichste Krisenszenario auf deutschen Boden.

Schockierend ist hier im Speziellen folgender Part aus dem RKI-Pandemieplan Teil 2 von 2017.

Unter Kapitel 5.4 auf Seite 62 steht Folgendes:

5.4. Durchführung der Risikoeinschätzung
Bevor die Pandemie Deutschland erreicht hat (sofern sie nicht in Deutschland ihren Anfang nimmt) und während der ersten Wochen einer Pandemie in Deutschland besteht die Notwendigkeit, sich auf Daten zu verlassen, die außerhalb von Deutschland erhoben wurden. Dabei sind die Daten verlässlcher, wenn sie aus Ländern mit einem gut etablierten Influenzasurveillancesystem stammen (s. Teil I, Kapitel Surveillance des Krankheitsgeschehens).

Ansätze zur Durchführung spezieller Studien sind in Teil II, Kapitel Surveillancekonzepte und Studien beschrieben. Auch wenn Informationen aus dem Ausland nur eingeschränkt auf Deutschland übertragbar sind, so sind sie doch eine wichtige Referenz.

China, Singapur, Süd Korea, Taiwan und Japan waren also keine ernst zu nehmende Referenz, die man hätte beachten sollen? Stattdessen wurde bis zuletzt von einer Grippe fabuliert.

Süd Korea, Japan und so weiter haben schnell und entschlossen gehandelt, sie kommen sogar ohne Ausgangssperren oder ähnlich drastische Maßnahmen aus.

Unsere Regierung handelte verspätet und begeht nun ökonomischen Selbstmord, weil sie sonst keinen Ausweg mehr sieht.

Vom drohenden Sozialismus durch Verstaatlichungen auf breiter Front und Freiheitsentzug ganz zu schweigen.

Dazu später in diesem Blog noch mehr.

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